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Influencer-Marketing: Sinn oder Unsinn? Ein kritischer Blick

Thomas Schmidt • 14. März 2025

Influencer oder Testimonial?

Influencer-Marketing hat sich in den letzten Jahren zu einem festen Bestandteil vieler Marketingstrategien entwickelt. Unternehmen setzen zunehmend auf bekannte Social-Media-Persönlichkeiten, um ihre Produkte und Dienstleistungen zu bewerben. Doch wie effektiv ist Influencer-Marketing wirklich? Welche Risiken birgt es, und wo liegen die Chancen? Dieser Artikel nimmt das Thema kritisch unter die Lupe.


Die große Frage: Glaubwürdigkeit der Influencer oder gekaufte Werbung?


Eine der größten Herausforderungen im Influencer-Marketing ist die Glaubwürdigkeit. Viele Influencer haben ihre Karriere damit begonnen, authentische Inhalte zu teilen und sich so eine treue Community aufgebaut. Doch sobald bezahlte Werbekooperationen überhandnehmen, leiden oft Authentizität und Vertrauen. Verbraucher erkennen zunehmend gesponserte Inhalte und hinterfragen die Empfehlungen der Influencer.

Unternehmen sollten daher sorgfältig prüfen, ob ein Influencer tatsächlich zur Marke passt und ob seine Empfehlungen noch als glaubwürdig wahrgenommen werden.


Generierte Reichweite vs. echte Zielgruppenreichweite eines Influencer


Viele Unternehmen messen den Erfolg von Influencer-Kampagnen an der reinen Follower-Zahl. Doch hohe Reichweiten garantieren nicht automatisch eine hohe Wirkung. Oft erreicht der Influencer nur einen Bruchteil seiner Follower, da Algorithmen die Sichtbarkeit limitieren oder ein großer Teil der Follower nicht aktiv ist. Zudem besteht das Risiko, dass viele Follower gekauft oder unpassend für die Marke sind.

Wichtiger als die reine Zahl der Follower ist daher die Zielgruppenrelevanz.

Unternehmen sollten sich auf Engagement-Raten, Kommentare und Interaktionsqualität konzentrieren, um die Wirksamkeit der Kampagne zu bewerten.


Micro- und Nano-Influencer als Alternative


Ein aktueller Trend im Influencer-Marketing sind Micro- und Nano-Influencer. Diese haben zwar weniger Follower (meist zwischen 1.000 und 100.000), dafür aber eine engere Bindung zu ihrer Community und oft eine höhere Engagement-Rate. Sie gelten als glaubwürdiger und authentischer, was in vielen Fällen einen größeren Einfluss auf Kaufentscheidungen hat als Kampagnen mit großen Influencern.

Unternehmen sollten daher abwägen, ob sie mit einem Mega-Influencer eine breite Masse ansprechen oder mit mehreren kleineren Influencern gezielt ihre Zielgruppe erreichen.


Kosten-Nutzen-Verhältnis: Wann lohnt sich Influencer-Marketing?


Influencer-Kampagnen können kostspielig sein, insbesondere wenn es sich um bekannte Social-Media-Stars handelt. Doch nicht immer steht der Preis im Verhältnis zum Nutzen. Eine hohe Follower-Zahl bedeutet nicht automatisch, dass eine Marke davon profitiert.

Vor einer Zusammenarbeit sollten Unternehmen klar definieren, welche Ziele sie mit einer Kampagne erreichen wollen. Ist es Markenbekanntheit, direkte Verkaufssteigerung oder die Positionierung in einer bestimmten Nische? Nur wenn diese Ziele messbar erreicht werden, lohnt sich die Investition.


Fake Follower und Betrugsrisiken bei Influencer


Ein großes Problem im Influencer-Marketing ist die Manipulation von Reichweiten. Fake Follower, gekaufte Likes und automatisierte Bots verfälschen die Performance-Zahlen und lassen Kampagnen erfolgreicher erscheinen, als sie es tatsächlich sind.

Unternehmen sollten Influencer vor einer Kooperation genau analysieren. Tools wie Social Blade oder HypeAuditor helfen dabei, verdächtige Muster zu erkennen und die Echtheit der Reichweite zu überprüfen.


Messbarkeit und KPIs: Was ist wirklich relevant?


Um den Erfolg einer Influencer-Kampagne realistisch einzuschätzen, reicht die Anzahl der Likes oder Follower nicht aus. Wichtige KPIs sind unter anderem:


  • Engagement-Rate (Verhältnis von Likes, Kommentaren und Shares zur Follower-Zahl)
  • Conversion-Rate (Wie viele Follower kaufen tatsächlich das Produkt?)
  • Klickrate auf Affiliate-Links oder Rabattcodes
  • Verweildauer und Interaktion mit dem Content


Erst durch eine genaue Analyse dieser Werte lässt sich bewerten, ob eine Zusammenarbeit mit einem Influencer tatsächlich erfolgreich war.


Langfristige Kooperationen vs. einmalige Werbeaktionen mit einem Influencer


Viele Influencer-Kampagnen sind einmalige Kooperationen, bei denen das Unternehmen für einen einzigen Post bezahlt. Doch nachhaltiger und oft effektiver sind langfristige Partnerschaften. Wenn Influencer eine Marke über einen längeren Zeitraum immer wieder bewerben, entsteht eine glaubwürdigere Markenbindung. Verbraucher nehmen dies als echte Empfehlung wahr, nicht als einmalige bezahlte Werbung.


Markensicherheit und Kontrollverlust der eigenen Markenbotschaften


Ein weiteres Risiko im Influencer-Marketing ist der Kontrollverlust über die Markenbotschaft. Während klassische Werbekampagnen bis ins Detail durchgeplant sind, haben Influencer eine große kreative Freiheit. Wenn sie sich jedoch unprofessionell verhalten oder kontroverse Inhalte teilen, kann dies negativ auf die Marke zurückfallen.

Unternehmen sollten daher klare Richtlinien und Verträge für die Zusammenarbeit definieren.


Fazit: Chancen und Risiken bewusst abwägen


Influencer-Marketing kann ein wirkungsvolles Instrument sein, birgt jedoch auch viele Herausforderungen. Unternehmen sollten nicht blind in die Follower-Zahlen vertrauen, sondern eine strategische Auswahl treffen. Die Zusammenarbeit mit Micro- oder Nano-Influencern, die Zielgruppenrelevanz und die genaue Erfolgsmessung sind entscheidend, um echte Ergebnisse zu erzielen.

Wer Influencer-Marketing klug einsetzt, kann von hoher Glaubwürdigkeit und einer gezielten Ansprache profitieren. Wer jedoch nur auf Reichweite setzt, riskiert hohe Kosten bei fraglichem Nutzen.


Sie sind unsicher, ob Influencer-Marketing die richtige Strategie für Ihr Unternehmen ist?


Lassen Sie uns gemeinsam analysieren, ob und wie Influencer für Ihre Marke sinnvoll eingesetzt werden können.

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